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Magie

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Magie: das geheime Wissen um übersinnliche Kräfte

Die Zukunft vorherzusagen oder die verborgenen Heilkräfte einer vergessenen Welt anzuzapfen - davon träumt die Menschheit von alters her. Die Magie befasst sich mit übersinnlichen Kräften und geht vielerorts auf traditionelle Bräuche zurück.

Von der Kirche verfemt, hat es die Kunst der Magie dennoch bis in die Gegenwart geschafft. Dabei bezahlten Magiekundige ihr geheimes Wissen oft mit dem Tod: Sie wurden verfolgt, auf dem Scheiterhaufen verbrannt oder öffentlich hingerichtet. Doch woher stammen die wichtigsten magischen Konzepte, und warum haben sie ihre - wahrhaftig magische - Anziehungskraft bis heute behalten?

Die Geschichte der Magie

Das magische Denken ist dem Menschen angeboren. Dies lässt sich der Tatsache entnehmen, dass alle Völker der Erde ihre eigenen magischen Konzepte heraufbeschworen haben. Die Wurzeln der europäischen Magie liegen im alten Ägypten. Viele ägyptische Symbole wie die Pyramiden oder das Auge des Horus wurden im Laufe der Jahrtausende zu einem wichtigen Bestandteil magischer Rituale. In den Mythen der Ägypter trat Thot als Gott der Magie auf.

Später verschmolz Thot mit dem griechischen Götterboten Hermes zu Hermes Trismegistos, dessen "hermetische" Schriften von großer Bedeutung für die Entwicklung der europäischen Magie sein sollten. Die Konzepte von Mensch und Kosmos oder "unten" und "oben", die im "Corpus Hermeticum" behandelt werden, bilden die Grundlage der abendländischen Magie und des Okkultismus.

Trolle und Runen: die Magie des hohen Nordens

Einer ganz anderen Entwicklung wurde die Magie im hohen Norden Europas unterworfen. In den Ländern der Wikinger, der Trolle und der eisigen Winter hielten die Menschen an ihren eigenen Mythen fest. Genau wie bei zahlreichen Völkern Sibiriens spielt auch in der skandinavischen Magie der Schamanismus eine wichtige Rolle. Aus Skandinavien stammen auch die Runen, die in der magischen Überlieferung eine zentrale Stellung einnehmen. Zwar wurde die Runenreihe in vorchristlicher Zeit als Alphabet eingesetzt, doch in späteren Jahrhunderten wurden den geheimnisvollen Buchstaben magische Kräfte nachgesagt.

Daraus entwickelte sich die Runenmagie, bei der Kräfte freigelegt werden. Runen können gesprochen oder auch gesungen werden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Außerdem dienen die Runen als Orakel, um mit den Göttern in Verbindung zu treten und sie um Rat zu bitten. Allerdings kann der Fragesteller selbst Odins Platz einnehmen, um Einsicht in das Wesen der Runen zu erlangen. Bei der Divination werden Runen ausgeworfen und anschließend interpretiert. Oft werden drei Runen gezogen, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft symbolisieren sollen.

Magie im Mittelalter: Dämonen, Teufelsaustreibung und Astrologie

Im Zuge der Christianisierung Europas wurde Magie mit Ketzerei gleichgesetzt und nicht selten streng bestraft. Dennoch hielten viele Menschen an heidnischen Ritualen fest, die sich zusehends mit der neuen christlichen Doktrin vermischten. Im Mittelalter wurde erstmals das Konzept des Dämonenpaktes erwähnt. Wer Wahrsagerei betrieb oder Liebestränke brühte, ging einen Bund mit dem Teufel ein.

Die Astrologie hingegen wurde zunächst von de Kirch gutgeheißen, doch im Laufe der Jahrhunderte machte sich eine immer stärker werdende Spaltung in eine "gute" und eine "schlechte" Astrologie bemerkbar. Die "gute" Astrologie entwickelte sich zur heutigen Astronomie, die "schlechte" hingegen ist bis heute unverändert - und beflügelt nach wie vor Millionen von Sterndeutern auf der ganzen Welt.

Auch Praktiken wie das Loswerfen waren im Mittelalter weit verbreitet und wurden von Klerikern ebenso wie vom Volk begeistert aufgenommen. Es wurden willkürliche Bibelstellen aufgeschlagen, um eine Frage mithilfe des jeweiligen Verses zu beantworten und zu interpretieren. Gegenstände wie Amulette und Schmucksteine sowie magische Texte dienten dazu, den Zauber zu festigen. Im Mittelalter entwickelte sich zudem das Konzept der spirituellen Magie, die es darauf absieht, ihre Ziele allein durch die Kräfte des Geistes zu erlangen.

Magie in der Renaissance

Für die Magie war die Renaissance eine widersprüchliche Epoche. Einerseits stammen magische Grundlagen wie das Tarot aus jener Zeit, andererseits wurden magische Konzepte und Praktiken als etwas Rückständiges wahrgenommen. Politische und gesellschaftliche Krisen führten dazu, dass die Hexenverfolgungen zu Beginn der Neuzeit deutlich zunahmen und ihren Höhepunkt um das Jahr 1600 erreichten. In der Renaissance besann man sich auf die Lehren des Hermes Trimegistus zurück und ebnete somit den Weg für die spätere Entwicklung der Magie in Europa.

Magie ab dem 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Im 18. Jahrhundert erlebte die Magie ein regelrechtes Revival, das bis heute angehalten hat. Neue Konzepte und Lehren wurden erforscht, dank Berührungen mit anderen Kulturen breitete sich in Europa ein Interesse an fernöstlichen Praktiken aus. Vor allem in England wurden Geheimgesellschaften wie die "Societas Rosicruciana in Anglia" oder der "Hermetic Order of the Golden Dawn" gegründet, die sich als Wegbereiter des modernen Okkultismus erwiesen.

Die Mitglieder der "Societas Rosicruciana" und des "Golden Dawn" fanden an den okkulten Lehren der russischen Aristokratin Helena Blavatsky Gefallen, in denen sich orientalische Symbolik und westliches Denken vereinten. Blavatsky ihrerseits übte großen Einfluss auf spätere Okkultisten wie Aleister Crowley aus, der sich selbst als "übelsten Menschen der Welt" bezeichnete.

In der Zeit des Nationalsozialismus stieg das Interesse an Astrologie und germanischen Runen, die durch den Esoteriker Guido von List neu interpretiert worden waren. Mitte der 1950er-Jahre entstand in England eine gänzlich neue Bewegung, die sich auf die vorchristlichen Festtage wie Samhain, Beltane oder Jul zurückbesann. Wicca wurde von Gerald Gardner gegründet und versteht sich als "Religion der Hexen". Unter Wicca-Anhängern sind Rituale weit verbreitet, in deren Rahmen zahlreiche Werkzeuge und Utensilien wie Dolche, Pentagramme und Kelche eingesetzt werden.

Weiße und schwarze Magie

In der Magie gilt der Grundsatz, dass alles, was ausgesandt wird, dreifach zurückkehrt. Dies gilt für die sogenannte "weiße" Magie, die für gute Zwecke eingesetzt wird, ebenso wie für die "schwarze" Magie, die dazu dient, Schaden anzurichten. Viele Adepten meinen, es gäbe gar keine Unterteilung in schwarze und weiße Magie. Ihrer Ansicht nach ist erst die Intention des Magiers dafür verantwortlich, ob der Zauber Schaden anrichtet oder lediglich als Mittel zu einem wohltätigen Zweck dient.

Praktiken der Magie

Viele okkulte Praktiken fußen auf dem hermetischen Grundsatz "Wie oben, so unten; wie innen, so außen; wie im Großen, so im Kleinen". Bei vielen Techniken handelt es sich um althergebrachte Praktiken, die durch die Jahrhunderte überliefert worden sind. Genau wie in vielen Religionen spielen auch bei der Magie Rituale eine überaus wichtige Rolle. Diese können an bestimmten Orten durchgeführt werden, denen eine besondere Kraft nachgesagt wird.

Oft wird versucht, einen tranceähnlichen Zustand herbeizuführen, um direkten Kontakt mit der unsichtbaren Welt aufzunehmen. Um Magie zu verstehen, muss der Adept viel Zeit und Geduld investieren. Da magische Praktiken durch die Kräfte des Geistes gelenkt werden, erfordert ihre Ausübung ein hohes Maß an Energie. Rituale bilden einen Rahmen, der es dem Magier erlaubt, seine Kräfte gänzlich zu entfalten.

Wichtige Rituale

Reinigungszeremonien werden oft durchgeführt, um sich störender Fremdenergien zu entledigen. Dabei kommen vor allem Energiearbeit und Meditation zum Einsatz. Auch Abwehrzauber werden regelmäßig durchgeführt, um negative Kräfte blockieren. Wicca-Anhänger ziehen mit dem Athame einen Kreis, um sich vor außenstehenden Energien zu schützen. Je nach Gesinnung kann man Rituale zu Hause oder im Freien durchführen.

Viele Magier halten es für wirksamer, in der Natur tätig zu sein, da einem die dortigen Energien unter die Arme greifen. Andere wiederum bevorzugen es, mit Kerzenmagie ans Werk zu gehen. In der Kerzenmagie wird jedem Themenbereich eine bestimmte Farbe zugeordnet, die den Zauber begünstigen soll. So steht Rot für Liebe, Kraft, Mut und Energie, während Blau innere Ruhe, Freundschaft und einen gesunden Schlaf verspricht.

Bekannte Magier und Okkultisten

Alessandro Graf von Cagliostro

Der 1742 in Palermo geborene Cagliostro trat 1777 der Londoner Freimaurerloge "L’Espérance" bei. Er begründete den sogenannten ägyptischen Ritus, auf dem der Memphis-Misraïm-Ritus des Briten John Yarker basiert. Cagliostro wurde der Ketzerei bezichtigt und eingekerkert.

Franz Bardon

Der 1909 geborene Bardon erlange vor allem durch seine Schriften zur hermetischen Magie Anerkennung. Zu seinen bedeutendsten Werken zählt "Der Weg zum wahren Adepten". Er soll ein Mitglied der berühmt-berüchtigten FOGC-Loge in München gewesen sein. Angaben zufolge bestand die Logen aus 99 männlichen Mitgliedern, von denen alle fünf Jahre am Johannistag eines geopfert worden sein soll. Bardons Theorien leiten sich aus der fernöstlichen Kosmologie ab und basieren auf einem Verständnis der Wechselwirkung zwischen Gut und Böse.

Helena Blavatsky

Die spätere Begründerin der Theosophie wurde 1831 in der heutigen Ukraine geboren. Im Alter von 20 Jahren begann sie mit ausgedehnten Reisen in den Nahen Osten sowie nach Indien und Tibet. 1875 gründete sie gemeinsam mit dem Industriellen Henry Steel Olcott die Theosophische Gesellschaft in New York. Blavatsky war überzeugt, ein Medium zu sein und die Worte von Verstorbenen empfangen zu können.

Aleister Crowley

Kompromisslos und unbeugsam - so präsentierte sich der unliebsame Okkultist zu Lebzeiten. Aleister Crowley wurde 1875 in Leamington Spa in England geboren. Noch während des Studiums na der Cambridge University begann er sich für den Satanismus zu interessieren, 1898 trat er dem "Golden Dawn" bei. 1909 erschien sein Hauptwerk, die Offenbarungsschrift "Liber AL vel legis".

In der Schrift sind die wichtigsten Grundsätze von Crowley Philosophie festgehalten, darunter auch das berühmte "Tu, was Du willst, soll die Gesamtheit des Gesetzes sein." 1920 gründete Crowley die Abtei Thelema im sizilianischen Cefalù, wo er sexualmagische Praktiken propagierte. Mehrere Jahrzehnte nach seinem Tod hielt die Faszination um Crowley und seine Lehren immer noch an. Rockbands wie Led Zeppelin oder Black Sabbath setzten sich intensiv mit Crowleys Theorien auseinander.

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